Imkerei Höveling
Rhabarber
by Leahcim Lemmots
ar-natura.jimdosite.com
Heute gibt es einige Infos über ein Obst, das aber eigentlich zum Gemüse zählt. Gut, es ist nicht so etwas wie Kräuter, aber dennoch eine Pflanze, die ich mir in jedem normalen Garten vorstellen kann. Obwohl sie sich hier bei uns erst um 1848 gezeigt hat – ich habe in alten Unterlagen gesehen, dass sie dort zum ersten Mal landwirtschaftlich im damaligen Kirchwerder angebaut wurde, was heute zu Hamburg zählt.
Die Pflanze kommt ursprünglich aus Asien. Es ist eine Gebirgspflanze, deren verschiedene Arten vom Kaukasus aus über das Pamirgebirge bis in den Himalaya heimisch sind. Von dort aus erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über Zentralchina und die Mongolei bis nach Sibirien. Ja, heute steht die Pflanze in vielen Gärten, meistens sogar in der Nähe vom Kompost. Die Erntezeit ist von April bis Juni, und in dieser Zeit wächst sie unermüdlich, wenn sie genug Nährstoffe bekommt. Der Stichtag ist dann der Johannistag – ich denke, den kennt jeder: der 24. Juni.
Ich habe sie gerne zusammen mit Erdbeeren zu Konfitüre verarbeitet, das war noch in meiner „Konfi-Phase“. Ich habe auch Himbeeren statt Erdbeeren genommen. Vor einigen Wochen fragte mich Martina aus Weil: „Machst du mal wieder Marmelade? Die war immer so lecker!“ Ich sagte: „Mal schauen“, habe ihr aber nicht verraten, dass ein Leahcim nur Konfitüre erkocht. Scherz, Schwamm drüber. Aber ich denke, meine Leserinnen und Leser wissen den Unterschied auch nicht so genau.
Wenn wir unsere Pflanze ernten, so essen wir nur die Stiele; die Blätter eignen sich aber gut zum Kompostieren. Auch hat diese Pflanze oft tolle Sortennamen wie Elmsfeuer oder Holsteiner Blut. Da wir gerade beim Blut sind: Mit Kalium und Eisen versorgen die Pflanzenstiele den Körper genau mit denjenigen Mineralstoffen, die gut für die Blutbildung sind und den Blutdruck ausgleichen.
Noch ein Tipp unter uns Pastorentöchtern: Rhabarber schmeckt auch toll als Streuselkuchen, und dann – wie Udo es immer wusste: Aber bitte mit Sahne! Ich denke, jeder von euch kennt den Rhabarber – eine Pflanze, die sich sogar zum Naschen eignet. Mein Vater hat mir immer von meiner Uroma erzählt: Die hatten in Essen ein Zechenhäuschen mit Garten, und dort wuchs Rhabarber. Mein Vater hat ihn gerne frisch abgeschnitten, dann einfach in Zucker gesteckt und gegessen, da er ja nicht unbedingt als süß zu bezeichnen ist. Wer aber etwas Besonderes mag: Rhabarberkompott mit Vanillesoße. Fast so gut wie meine Konfitüre!
ar-natura.jimdosite.com